interview mit Ricky Verses

Ricky kenn ich seit einer Weile... wir waren schon bei zwei Peace Camps gemeinsam auf der Bühne, und er war mit seiner Crew Teil meiner Opening-Show für Lucy Duffner.
Auch beim letzten Zamanand-Festival haben wir uns ein bisschen mehr kennengelernt.
Daher habe ich ihm gleich ein paar Fragen gestellt...

Photocredits: @milohaaf_fotographie

Q) Für die, die dich noch nicht kennen - wer bist du, und worum geht es in deiner Musik?

A: Mein Name is Ricky und mache Rapmusik über mein Umfeld meine persönlichen Gefühle und Erfahrungen mit starkem Bezug zu meiner Heimat Giesing. Das Ganze fasse ich dann zusammen auf Boombap und trap Produktionen.

Q: Ich habe dich zweimal im Peacecamp gesehen - einmal mit der KSW Buam Crew, einmal als Solo Act.
Das Zweite mal war der Sound sehr anders - irgendwie moderner, aggressiver, weniger entspannt. Siehst du das auch so, und wie wird sich dein Sound als nächstes entwickeln?

A: Der Sound von meinen solo acts unterscheidet sich auf jeden fall im Sound ein bisschen von den gemeinsamen Gigs, allerdings ist die Auswahl meiner setlist häufig auch dafür verantwortlich. Ich nehme mir nicht wirklich vor was ich jetzt konkret für eine Richtung einfahren werde. Ich mache lieber einen Track wenn er sich richtig anfühlt und möchte mich nicht an „einen“ Sound binden.

Photocredits: @fotofehler


Q: Hinter so einem Auftritt steckt ja sehr viel - wie bereitest du dich auf deine Gigs vor?
Und aus welchen Einflüssen hat sich dein Stil entwickelt?

A: Der Großteil meiner Vorbereitung liegt und der setlist. Ich mache mir sehr viele Gedanken darüber vor welcher Art Crowd ich stehen werde und wie ich diese am besten begeistern kann. Proben tue ich eher spontan mit meinen Freunden oder wenn ich mal ne freie Minute hab kurz zwischendurch. Für mich sind die Konzerte auch das beste an der ganzen Sache.

Ich kann nicht genau sagen woher genau ich meine Inspiration hole. Ich werde so ziemlich durch alles was ich cool finde beeinflusst. Ein Künstler den ich persönlich aber sowohl musikalisch als auch charakterlich sehr interessant finde ist der deutsche Rapper JACE.

Photocredits: @milohaaf_fotographie

Q: Die Leute lieben junge Artists - gleichzeitig wird davor gewarnt “zu früh” durchzubrechen.
Was meinst du? Willst du einen großen Durchbruch - und wenn ja, wann?

A: Ich nehme mir nicht aktiv vor ob und wann ich durchbrechen will ich möchte mich eher soweit hocharbeiten das ich mich dann entscheiden kann ob ich das will. Ich erwarte nicht in den nächsten Jahren einen großen Durchbruch weil ich weiß dass es vor allem auch Glück ist.

Q: Als Newcomer merken wir schnell, wie sich Leute zu uns eine Meinung Bilden, aber mal andersrum: wie schätzt du aktuell die Münchner Scene so ein?
Wo siehst du das größte Entwicklungspotenzial?

Mir gefällt die Münchner hip Hop Szene sehr gut man hat viele kleine individuelle künstler*innen die alle etwas Neues an den Tisch bringen. Durch Communities wie „We Savage“ oder „Enter the cypher“ kann man das ganze spüren. Außerdem gibt es sehr vielversprechende Newcomer*innen und bei denen man auch immer sehr starkes Potenzial sieht.

Q) Zum Schluss - unsere Wege kreuzen sich öfters, trotzdem bewegen wir uns z.t in ganz anderen Kreisen.
Gibt es irgendwelche Leute denen du ein Shout out geben willst?

Shout out an meine Bras „Benebelt“ und „Shorty“, sowie an alle Giesinger Brüder und Schwestern, außerdem shout out „C-Ras“ „L-One“ „Jireh“ „Fanta“ „Bushbayer“ alle meine Hörer*innen, sowie alle politisch links aktiven Brüder und Schwestern und alle die Farbe in die Straßen bringen und natürlich dickes shout out „MFG“ und danke für dieses Interview.

Photocredits: @milohaaf_fotographie

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