interview mit Bushbayer

Ich war auf mehr Bushbayer Events als auf Events von jedem anderen Organiser, darunter natürlich das bekannte "Peace Camp". Um einen Einblick in seine Gedankengänge zu bekommen, hab ich ihm ein paar Fragen gestellt...

Q) Woher kommt der Name “Peace Camp”?
Ist das Politisch?

A): Es ist ein bisschen politisch, da der Name damals entstanden ist als es die ganzen Militär Camps gab in den Medien z.B. Camp David. Bei uns heißt es Peacecamp war der Gedanke. Was ja auch bisschen der Urgedanke von Hip Hop ist. Das kommt aus meiner Zeit dem Csomohouse Sound und meinem damaligen Mitbewohner Well Dread.

Q: Sagen wir mal ein Newcomer will beim Peace Camp Auftreten - wie erreicht man dich am besten, und worauf legst du dabei Wert?

A: Auf mehreren Wege geht das gut. zb auf Hip Hop Events, auf Jams, auf DJ events, auf Beat producer events und auch auf zb Guerilla cyphers. Dort trifft die Szene, man sieht Artists, lernet sich kennen und kommt ins Gespräch und kriegt so vor allem auch Gigs, deswegen ist es wichtig in der Szene präsent zu sein. Und natürlich läuft auch viel über Social Media z.B. Instagram YouTube und Facebook, wo man mich dann natürlich auch anschreibt. @bushbayer_rap. Das heiß oft kommen neue junge MCs und treffen bei uns auf alte OGs und Legenden und performen an einem Abend auf derselben Stage, da ist für jeden dann was dabei. Wichtig ist etwas Ambition und hungrige MCs, bei uns spielen Artists eine 20-30 Minuten Show und keine 1-2 Songs und lernen so natürlich auch eine Show zu handeln, Crowd control, Live Aktion zu handeln und die Menge zu entertainen.


Q: Du Rappst ja auch selber.
Wie lässt sich selber Rappen mit Events Organisieren kombinieren?


A: Also dadurch, dass ich schon lange auf der Bühne stehe kenne ich natürlich sehr viele Künstler und Veranstalter. Die wiederum auch sehr viele Künstler kennen und mir natürlich auch neue Künstler vorschlagen. Die dann natürlich auch zu meinen Shows oder zu meinen Events kommen und spielen wollen, was natürlich sehr cool ist. Und dadurch, dass ich eben über die Jahre so viele Leute kennengelernt habe ist es sehr einfach in der recht überschaubaren Münchner Hip Hop Szene ein gutes Live Programm zusammenzustellen. Meistens spiele ich bei meinem Event in der Glockenbachwerkstatt auch selber eine kleine Live Show, teste neue Songs oder spiele ein paar wirklich livetaugliche Klassiker von mir und mache das warm up, oft auch als Open Mic Freestyle Cypher aktuell , jeder kann da mitmachen. So wie es gedacht war.

Q: Erzähl mir mal eine Geschichte von einem Auftritt bei Peace Camp, der dich besonders gepackt hat…

A: Es gab schon so viele unfassbare Momente über die Jahre, schwer zu sagen. Oft überraschen mich junge Künstler, die wirklich on stage sehr gut abliefern und von Gig zu Gig besser werden. Oder auch Momente mit Künstlern, die ich vor ein paar Jahren da hatte, die heute sehr berühmt sind, aber damals eben noch im Untergrund unterwegs waren – so wie Morlockk Dilemma, Hiob, Damion Davis, Madness, Fatoni, Maniac, Liquid, BBou und viele andere wunderbare Künstler. Alle Namen hier zu droppen würde den Rahmen sprengen, aber es waren auch paar bekannte Ami Rapper durch Connections schon im Camp.

Q) Wir haben beim letzten Peace Camp gesehen, wie viele tolle Newcomer es in der Scene gibt - hast du für sie einen Rat?

A) Macht Dope Musik, pickt gute Beats oder am besten lernt selber beats zu bauen, lernt Texte zu schreiben, Content ist key, dann übt eine stabile Live show, werdet textsicher, mit den Jahren wird man ein guter MC mit crowd control und einem starken Katalog an Songs und macht sich so einen Namen. Rapper heute sind eine Social Media Agentur, daher wäre es gut ein Video Team zu haben und viel zu filmen und content zu generieren und dadurch lernt man auch viel. Wichtig, zeigt euch auf verschiedensten Events, realtalk, meine großen Gigs als Vorgruppe von Jedi Mind Tricks, Wu Tang Inspecta Deck, Camp Lo uva war eine Mischung aus Skillz, Präsents und Vitamin B und Liebe für die Hip Hop Kultur!

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